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Zu Gast in Europas einzigem Aufzugsmuseum
28.06.2017

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Unser Firmen-Mitglied, die Firma Lochbühler, ist ein traditionsreicher Familienbetrieb aus Seckenheim und zudem Betreiber des einzigen Aufzugsmuseums in Deutschland. Die Regionalgruppe Rhein-Neckar durfte in einer exklusiven Führung viele der mehr als 700 Exponate, die in fast 140 Jahren Firmengeschichte zusammengetragen wurden, besichtigen und in Aktion erleben.

Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Wasserturm in Seckenheim, einem Stadtteil von Mannheim. Von den Ortsansässigen wird dieser liebevoll „Glatzkopp“ genannt und war der zuletzt in der Stadt eingesetzte Wasserversorgungsturm. Bis 1956 versorgte er vor allem die vielen Tabakbauern des Stadtteils zuverlässig mit Wasser. Die Firma Lochbühler lebt eine starke Verbundenheit mit der Region, so rettete Carl Lochbühler 1978 den Turm vor dem Abriss. In dem Liebhaberstück befindet sich heute eine über 700 Exponaten umfassende Sammlung verschiedenster, vorwiegend technisch interessanter Stücke. Der Umbau erfolgte dann erst später, zum 100-jährigen Bestehen des Turms. Bei den historisch genauen Sanierungsarbeiten wurden Zwischendecken eingezogen und das Kellergeschoss ausgehoben, um insgesamt 300 m2 Ausstellungsfläche zu erhalten.

Die Firmengeschichte ist sogar älter als der um 1909 erbaute Glatzkopp: 1873 gründete Georg Lochbühler eine Huf- und Wagenschmiede, die später zur Schlosserei ausgebaut wurde. Seit 1925 gehörten dann auch Maschinen für die Rohtabakindustrie und Landwirtschaft zum Repertoire, ebenso wie der später fokussierte Aufzugsbau. Zwischenzeitlich führte die Firma sogar eine Tankstelle und baute Motorräder.

Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer Andreas Lochbühler, übernahm Nico Jaletzky, 19 Jahre jung und Mitarbeiter bei Lochbühler, die Führung der ABSOLVENTUM-Mitglieder durch den Turm. Äußerst versiert und geduldig erklärte er Geschichte und Funktionsweise der vielen Exponate. Oft sei die Firma Problemlöser gewesen: „Die Leute kamen mit einem Problem zu Lochbühler, wie der Metzger, der zum Messerwetzen immer einen Helfer brauchte. Da haben wir eine Maschine erfunden, mit der er alleine seine Messer schärfen konnte“ erklärt Jaletzky. Andere Exponate waren u. a. Geschenke Carl Lochbühlers an seinen Sohn während des zweiten Weltkrieges. Da es nichts „Ordentliches“ zu kaufen gab, musste man eben kreativ werden.

Ein besonders schöner Aufzug, gleich im Erdgeschoss, war ehemals im Polizeipräsidium Heidelberg verbaut und glänzt mit im Facettenschliff geschliffenen Spiegeln, Einlegearbeiten im Parkettboden und wunderschönen Scheiben mit historischen Rank- und Blütenmotiven. Außer dem Highlight der Ausstellung, dem aus der BASF ausgebauten Paternoster von 1924, konnten die Gäste einen Mühlenaufzug, die erste „Notbremse“, einen Hubwagen, verschiedene Notsignale (auch ehemals in der BASF montiert) und weitere Exponate in Aktion bewundern und die sonst verborgene Technik dahinter erleben.

Nachdem die Gruppe mittels Panorama-Aufzug, oder doch zu Fuß, die letzte Etage des Turms erreichte, überraschte sie eine „Panoramabar“ (leider nur für Firmenveranstaltungen in Gebrauch) mit einem grandiosen Blick über das idyllische Seckenheim und das ganze Umland.

Wir danken der Firma Lochbühler und besonders dem hervorragenden Museums-Führer Nico Jaletzky, ganz herzlich für diesen sehr außergewöhnlichen Abend und hoffen auf weitere gemeinsame Events.


Bericht und Fotos: Juliane Koch




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