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ABSOLVENTUM-Ehrenamtsbörse mit neuem Aussteller-Rekord
28.02.2017

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Unter dem Motto „Soziales Engagement“ fand am Mittwoch, den 22. Februar, die 9. ABSOLVENTUM-Ehrenamtsbörse in der sehr gut besuchten ehemaligen Lehrbuchsammlung im Ehrenhof West der Universität Mannheim statt. Die in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Mannheim organisierte Veranstaltung bot insgesamt 35 gemeinnützigen Einrichtungen, davon zehn Neuanmeldungen, die Möglichkeit, ihre Aufgabenfelder interessierten BesucherInnen vorzustellen. Dabei war das präsentierte Tätigkeitsspektrum so vielfältig wie noch nie: Neben Vereinen aus dem Kunst- und Kulturbereich waren weiterhin zahlreiche Initiativen vertreten, die sich die Themen Nachhaltigkeit, Menschenrechte, Bevölkerungsschutz, Kinder- und Jugendförderung und Lernhilfe, Flüchtlingshilfe, Sport und allgemein sozialen und kommunalen Zusammenhalt zu eigen gemacht haben.

Christian Specht, der erste Bürgermeister der Stadt Mannheim und selbst Alumnus der Universität, äußerte in seiner Eröffnungsansprache große Freude über die Veranstaltung und über deren Bestehen seit 2009. In einer multikulturellen Stadt wie Mannheim, in der soziale Spannungen zwischen den verschiedenen Kulturen mit zu einer lebendigen Stadtgesellschaft gehören, sei es gerade für die Studierenden der Universität wichtig, sich nicht einzig auf ihr Studium zu fokussieren, sondern auch das wahre, echte Leben „da draußen“ mitzubekommen. Ein gesellschaftliches Engagement, sich in verschiedenen sozialen Bereichen einzusetzen und somit die Stadt zu erleben – so würden Studierende nach ihren Vorlesungen auch noch anderweitig profitieren. Denn soziales Engagement sei nicht einzig förderlich für die Stadt und ihre BürgerInnen, sondern könne auch dem freiwilligen Helfer nach dem Abschluss unter Umständen einige Türen öffnen, denn ein entsprechender Eintrag im Lebenslauf zeige das Potential auf, dass der Persönlichkeit desjenigen innewohnt, der sich bewirbt, zeigt, dass der junge Mensch im Leben steht und sich für seine Umwelt und Mitmenschen interessiert. Gelebtes gesellschaftspolitisches Engagement halte eine Stadt zusammen und bringe einen persönlichen Zugewinn, den man sonst nur schwerlich erleben würde. So schloss Christian Specht seine Rede mit einer Danksagung im Namen der Stadt Mannheim und mit der Empfehlung, das Beste aus dem Engagements-Speed-Dating heraus zu holen.

Dieser Aufforderung kamen unzählige Studierende und AbsolventInnen nach, sodass der Raum während der gesamten Ehrenamtsbörse sehr gut gefüllt war. Robert Schnörr, Absolvent der Universität Heidelberg und ABSOLVENTUM-Mitglied, ist zwar bereits ehrenamtlich in der Kirche aktiv, interessiert sich aber auch für andere Möglichkeiten gesellschaftlichen Engagements. Zur Ehrenamtsbörse kam er mit einigen Vereinen und Initiativen im Fokus, möchte aber für alle Optionen offenbleiben. „Am meisten interessiert mich, ob und wie ein Ehrenamt auch in einem bezahlten Job resultieren kann“, berichtet er.

Ann-Elaine Krah, 18, Charlotta Thurner, 20, und Henrike Böllert, 19, alle Studentinnen im 2. Semester BWL an der Universität Mannheim, waren zum ersten Mal bei der Ehrenamtsbörse. Nachdem alle drei das erste Semester zum Akklimatisieren gebraucht hatten, fühlten sie sich zu Beginn des zweiten Semesters bereit zu schauen, wie sie sich neben dem Studium einbringen und aktiv werden können. Wichtig ist ihnen neben Flexibilität, dass sie sich mit dem Ehrenamt identifizieren können und die Möglichkeit haben, mit anderen jungen Leute zusammen zu arbeiten und so neue Freunde kennen lernen können. Dass sie dabei dann auch noch etwas Gutes tun freut die Mädels umso mehr. Gefallen hat Ihnen die Veranstaltung gut, vor allem Radio Rumms und der DRK-Kreisverband haben es ihnen angetan; einzig die Größe des Raumes fanden sie nicht ideal: „Wenn mehr Platz wäre könnte man sich besser mit den aktiven Ehrenamtlichen unterhalten und der Lärmpegel wäre etwas ruhiger“, findet Ann-Elaine.

Die meisten Ehrenämter können ohne Vorkenntnisse oder besondere Fähigkeiten ausgeübt werden – Freiwillige werden nach eigenen Vorlieben und Kenntnissen eingesetzt. Dass es aber auch Aufgaben gibt, die ein gewisses Maß an Vorbereitung erfordern, davon berichten Jessica La Mela, Jura-Studentin aus Mannheim, und Jochen Petzinger, Lehrer, von der Freiwilligen Feuerwehr Mannheim. Während hier im Vergleich zur Berufsfeuerwehr die sportliche Fitness den Rekruten privat überlassen bleibt, gibt es trotz alledem eine Feuerwehrausbildung. Dieser dauert zwar zwei bis drei Jahre, während die Berufsfeuerwehr die gleiche Ausbildung in einem halben Jahr durchläuft, aber ganz ohne geht es in diesem Ehrenamt eben nicht. Jessica La Mela, der die Liebe zur Freiwilligen Feuerwehr bereits von ihrem Opa und ihrem Vater in die Wiege gelegt wurde und die seit zwei Jahren aktiv ist, und Jochen Petzinger, der sich nach der Schule 1994 gegen den Dienst an der Waffe und für den Zivildienst bei der Feuerwehr entschieden hat, gehören der Freiwilligen Feuerwehr Wache Innenstadt an, die sich den Bereitschaftsdienst mit der Wache Nord teilt. „Wir haben die gleichen Rechte, aber natürlich auch die gleichen Pflichten wie die Berufsfeuerwehr“, sagt Jessica La Mela, und Jochen Petzinger ergänzt: „Wenn wir Bereitschaftsdienst haben, sind wir immer im Einsatz. Da kann es passieren, dass ich in der Schule angerufen werde und meine Oberstufenschüler nach Hause schicken muss. Aber trotz allem macht die Arbeit unheimlich viel Spaß und ich würde sie für nichts eintauschen!“

Insgesamt waren sowohl Veranstalter als auch Aussteller mit dem Abend sehr zufrieden. Charlotte Arens von zeitraumexit freute sich über deutlich mehr Interessenten als im Jahr zuvor, als es für die Non-Profit-Kulturorganisation nicht so gut lief. Trotzdem kommen sie jedes Jahr gerne wieder zur Ehrenamtsbörse. Und Rebecca Rasp, Referentin der ABSOLVENTUM-Geschäftsführung und verantwortliche Organisatorin der Ehrenamtsbörse, zieht eine positive Bilanz. Auch ihr ist die Problematik der Raumgröße vollkommen bewusst, die sich aufgrund der Aula-Renovierung nicht vermeiden ließ, doch für das 10-jährige Jubiläum im Jahr 2018 hat sie bereits einen größeren Raum im Hinterkopf und freut sich: „Unser Geburtstag wird groß gefeiert, außerdem steigt die Nachfrage seitens der ehrenamtlichen Organisationen und Besuchern stetig an.“

Für Vereine und Initiativen lohnte sich der Abend doppelt. Nicht nur konnten sie neue Freiwillige für ihre Projekte gewinnen, sondern sich auch mit anderen Organisationen vernetzen. Dieser gegenseitige Austausch und das gemeinschaftliche Unterstützen bereichert jedes Projekt und schafft Synergien.

Die nächste Ehrenamtsbörse „Soziales Engagement“ findet im Frühjahr 2018 statt. Wenn sie Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich gerne an Rebecca Rasp. Sie erreichen Sie telefonisch unter +49 621 181-1490 oder per E-Mail unter rebecca.rasp@absolventum.uni-mannheim.de.

Rebecca Brand



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