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Unser 800. ABSOLVENTUM Mentoring-Paar
29.01.2016

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Peter Großkopf und Alexander Lippert haben es geschafft: Sie sind unser 800. ABSOLVENTUM Mentoring-Paar. Herr Großkopf hat an der Universität Mannheim Wirtschaftsinformatik studiert und ist derzeit als Senior Business Analyst für die DB Investment Services GmbH tätig. Sein Mentee hat sich dagegen für die Volkswirtschaftslehre entschieden und steht mitten im Studium. Beide eint vor allem das Interesse am Aktiengeschehen. Sebastian Hoffmann, der bei ABSOLVENTUM für das Mentoring-Programm zuständig ist, nahm den Meilenstein zum Anlass, mit den beiden ein ausführliches Interview über Ihre Mentoring-Erfahrungen zu führen.

Wie sind Sie auf das Mentoring-Programm aufmerksam geworden?

Lippert: Das war durch die Kick-off-Veranstaltung zum Mentoring-Programm im letzten Jahr. Dort war ich bereits auf der Suche nach einem Mentor im Bereich Börse und habe mich auch mit einem Kandidaten lange unterhalten. Ein hochinteressantes Gespräch, allerdings haben beide jemand anderen gesucht. Im Anschluss habe ich mich dann mit Herrn Hoffmann getroffen und dieser hat glücklicherweise die Vermittlung mit Herrn Großkopf auf den Weg gebracht.
Großkopf: Herr Hoffmann hatte mich aktiv angesprochen mit dem Hinweis auf einen engagierten Studierenden, der sich sehr für das Thema Börse und Aktienhandel interessieren würde. Und durch meine jahrelange Tätigkeit für die Deutsche Börse AG war das ja durchaus naheliegend. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine Berührungspunkte mit Mentoring, fand die Idee aber interessant und war bereit, den Kandidaten bzw. potenziellen Mentee einmal persönlich kennenzulernen.

Was sind bzw. waren Ihre jeweiligen Erwartungen und Ansprüche an das Mentoring-Programm?

Großkopf: Mein Verständnis eines klassischen Mentors ist ja, dass so jemand Jobs zu vergeben hat und seine Kontakte bis in Vorstandsetagen führen. Das kann ich beides nicht bieten. Dafür habe ich vielfältige Erfahrungen gesammelt und gebe diese auch gerne weiter.
Lippert: Das ist aber genau das, was ich suche: Erfahrungen und Eindrücke, was mich im späteren Berufsleben erwartet und was in bestimmten Tätigkeitsbereichen letztlich genau zu tun ist. Für Studierende ist die Vielfalt der Möglichkeiten heutzutage ja auch eine Belastung, weil man niemals sicher sein kann, die „richtige“ Entscheidung für eine Berufsrichtung zu treffen, was aber gefühlt von Einem erwartet wird. Und da ist ein Lotse wie Herr Großkopf wirklich eine sehr sehr große Hilfe. So hat er mir beispielsweise gleich am Anfang erläutert, dass die Telebörse, also das, was man im Fernsehen oft in den Nachrichten von der Börse sieht, recht wenig mit der Deutschen Börse zu tun.
Großkopf: Die Deutsche Börse ist nämlich inzwischen in erster Linie ein IT-Unternehmen.

Wie ist der Mentoring-Alltag organisiert und welche Themen besprechen Sie üblicherweise?

Lippert: Wir treffen uns eher unregelmäßig. Das gibt beiden Seiten die Möglichkeit, je nach Bedarf und Zeitbudget individuelle Schwerpunkte zu setzen.
Großkopf: Wir haben uns generell auf eine freie Gestaltung unseres gemeinsamen Mentorings geeinigt. Dazu gehört auch, dass wir uns keine expliziten Meilensteine für den Mentoring-Prozess gesetzt haben. Das wäre mir persönlich einfach zu überorganisiert. Ich kann aber verstehen, dass andere Mentorinnen und Mentoren dies dagegen als durchaus sinnvoll erachten, um die Zielerreichungsgrade auch evaluieren zu können. Unser Mentoring hat aber auch keinen Projektcharakter und damit auch kein fixiertes Ende.
Lippert: Oft sprechen wir auch einfach über Themen die gerade aktuell sind, wie die Problematik der politischen Ordnung einer globalen Finanzwirtschaft oder auch entgrenzter Finanzmärkte. Als Student lernt man ja ungemein viel, wenn man gefordert wird, in großen Zusammenhängen zu denken.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht und ganz persönlich für sich mitgenommen?

Lippert: Ich hatte mit dem Thema Börse ja schon eine sehr spezielle Nische im Fokus und freue mich sehr, dass es einen Mentor gab, der mich auf diesem Weg begleiten kann. So weiß ich inzwischen auch, dass es für einen Einstieg in diesen Bereich wesentlich mehr IT-Kenntnisse braucht, als ich erwartet hätte. Aber auch die Funktionsweise von Banken sowie der Zusammenhang von Regulierung und Wirtschaftsentwicklung sind Aspekte, die mir im Studium jetzt noch nicht so plastisch näher gebracht wurden.
Großkopf: Ich hoffe natürlich, dass meine Erkenntnisse nicht abgeschreckt haben. Wobei das ja auch wiederum sinnvoll ist, wenn man seinen Mentee vor suboptimalen Entscheidungen bewahren kann. Es ist auf jeden Fall ein gutes Gefühl, seine Erfahrungen weitergeben zu können.
Lippert: Interessant finde ich auch immer wieder die Unterschiede zwischen den akademischen Fachbereichen. Mein Mentor ist ja Wirtschaftsinformatiker und ich VWLer, da prallen schon mal verschiedene Denkweisen aufeinander.
Großkopf: Das ist aber auch für mich inspirierend. Die Kommunikation mit Menschen aus anderen Fachbereichen erfordert nicht nur meist eine andere, sondern auch eine verständlichere Kommunikation. Wobei der IT-Bereich natürlich auch etwas Besonderes ist.

Was würden Sie anderen MentorInnen und Mentees mit auf den Weg geben?

Lippert: Die Teilnahme am Mentoring-Programm von ABSOLVENTUM ist auf jeden Fall sehr sinnvoll. Ich habe schon viele wichtige Erkenntnisse für meinen eigenen Lebensweg mitnehmen können und mit Peter Großkopf eine interessante und sehr engagierte Persönlichkeit als Mentor gewinnen können. Natürlich ist es aber als Mentee zwingend notwendig, dass ich meine Interessen und Fragen klar artikuliere. Da sehe ich einen Mentor in erster Linie als Ansprechpartner und Ratgeber, der mir zwar hilft, aber mir nicht hinterherläuft.
Großkopf: Ich hätte mir im Nachhinein während meines Studiums auch einen Mentor gewünscht. Es ist wichtig, dass die individuelle Chemie stimmt. Und auch wenn Mentoring hier und da ein wenig Zeit kostet, ist es einfach ein schönes Gefühl, mit seinem Engagement den Lebensweg eines jungen Studierenden mitgestalten zu können.

Wir danken Ihnen vielmals für die interessanten Einblicke und das Gespräch.

Sebastian Hoffmann

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