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Kulturberatung mal anders
29.06.2021

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„Consulting mal anders“ – unter diesem Titel versammelten sich zahlreiche ABSOLVENTUM Mitglieder für den Vortrag von Beraterin Katharina Pachta-Reyhofen der actori GmbH zum Thema Kulturberatung. Es geht um Consulting, um Zahlen, um Theorie und nicht zuletzt um ganz viel Leidenschaft für Kunst und Kultur. Der Kontakt zum Münchner Unternehmen ist durch unser langjähriges Mitglied und ehemaligen Stipendiaten Dr. Sebastian Lücke zustande gekommen. Man sieht: ABSOLVENTUM weiß sein Netzwerk zu nutzen.

Die actori GmbH ist führend in der Beratung in den Bereichen Kultur, Entertainment und Bildung im deutschsprachigen Raum. Frau Pachta-Reyhofen wies in ihrem Vortrag darauf hin, wie breit gefächert die deutsche Kulturlandschaft ist. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Deutschland gibt jährlich rund 11,4 Mrd. Euro für den Kulturgeschmack der BürgerInnen aus, wofür andere Länder uns „sehr beneiden“.

Dass es gerade im Kultursektor Bedarf für Beratung gibt, legte sie anhand der Kostenstruktur dar.
Herausforderungen wie der demografische Wandel und die Digitalisierung, haben eine sinkende Relevanz von gewissen kulturellen Einrichtungen zur Folge; die harte Konkurrenz auf dem Unterhaltungsmarkt erschwert die Situation zusätzlich. Die Interessen der Menschen haben sich gewandelt. „Meistens geht der erste Weg nicht ins Theater“, meinte Pachta-Reyhofen. Das muss aber nicht so bleiben - es gilt diese Interessen zu formen. Kulturberatung ist hier der erste Schritt zum Erfolg.

Anhand verschiedener Projekte wie den „Eutiner Festspielen“ oder dem Konzerthausprojekt in München, brachte Pachta-Reyhofen den TeilnermerInnen die Arbeitsweisen der Beratungs- und Vermarktungsunternehmen näher. Natürlich fielen Namen bekannter Analysetools wie „Szenarioanalyse“ oder „Benchmarkanalyse“. Genauso wichtig wie die Zahlen, ist die zwischenmenschliche Zusammenarbeit mit den KlientInnen vor Ort. Denn hinter Kunst und Kultur gilt es vor allem auf die Bedürfnisse derjenigen zu achten, die sie formen und gestalten. Das Beratungsunternehmen hilft dabei, die Betriebsblindheit der GestalterInnen zu überwinden. Actori gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Einrichtung aus dem Blickwinkel der KulturnutzerInnen zu betrachten.

Denn das sind die MitarbeiterInnen von actori – KulturnutzerInnen. Bei der Vorstellung der Mitarbeitenden fallen Studiengänge wie Politikwissenschaften, Geschichte und Theaterwissenschaften auf. „Wir sind eine bisschen andere Beratung“ – und das zeigt sich auch in der wirkungsstarken Zusammenarbeit mit den KlientInnen.

Im Anschluss stellten die Teilnehmenden weitere Fragen zur Arbeitsweise des ungewöhnlichen Beratungsunternehmens. Zum Schluss entstand eine rege Diskussion darüber, welche besonderen Kultureinrichtungen die Universitätsstadt Mannheim zu bieten hat. Das Fazit: statt einem Wochenendtrip sollte man lieber zwei Wochen einplanen, damit man auch ja nichts verpasst.

Wir bedanken uns für den spannenden Abend.



Text: Michelle Brinster
Foto: Katharina Pachta-Reyhofen

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