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Erntehelfer gesucht!
09.04.2020

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ABSOLVENTUM-Mitglied und Mentee Hans-Georg Ripken, der derzeit den Master Kultur und Wirtschaft in Geschichte und BWL studiert, hat die Hilfsplattform „Erntehelfer-gesucht“ für den Austausch von Erntehelfern und Betrieben mit seinem Partner Carl-Christian von Diest ins Leben gerufen.

Durch die Corona-Krise fehlen fast 300.000 Erntehelfer in der deutschen Landwirtschaft, die normalerweise bei der Vorbereitung, Einbringung und Verarbeitung der Ernte auf den Feldern gebraucht werden. Dies stellt Tausende Landwirte vor riesige Herausforderungen bis hin zu Existenzängsten. Gleichzeitig suchen Tausende Menschen Arbeit, beispielsweise in der Gastronomie oder im Tourismussektor.

An dieser Stelle setzt die Idee von Herrn Ripken und Herrn von Diest an, die bereits Anfang März während eines Telefonats entstanden ist. Die beiden Gründer geben mit „Erntehelfer-gesucht“ Landwirten eine Plattform, auf der sie einfach, schnell und kostenlos ihre offenen Arbeitsstellen online posten können. Die Datenbank kann anschließend von Arbeitssuchenden nach übersichtlichen Kategorien durchforstet werden. Die Erntehelfer kontaktieren die Landwirte direkt, die Abwicklung des Arbeitsvertrags, aber auch die Absprache über die Dauer und die genaue Arbeitsform obliegt den beiden Parteien.

„Erntehelfer-gesucht“ ist ein Hilfsprojekt, mit dem möglichst viele Menschen erreicht werden sollen. Die Idee geht auf ein Startup zurück, dass Carl-Christian von Diest (Masterstudium Landwirtschaft in Neubrandenburg) und Hans-Georg Ripken gestartet haben. Die Plattform „Aehrenmann“ sollte ursprünglich die Suche nach höher qualifizierten Erntehelfern für die Arbeit mit schweren Maschinen digitalisieren. In der derzeitigen Krise haben die beiden Unternehmer jedoch bemerkt, dass deutlich mehr Hilfe benötigt wird und die Idee für das aktuelle Hilfsprojekt entwickelt. Anschließend haben die beiden ein Entwicklerteam von der much. GmbH in München unter Leitung von Simon Stappen, sowie eine Reihe weiterer Helfer gefunden, die das Projekt ehrenamtlich unterstützen. Gemeinsam sind sie auch Teil des Hackathons der Bundesregierung WirVsVirus geworden.

„Wir sind anschließend auf unterschiedlichen Kommunikationswegen auf die Landwirte zugegangen: Wir haben verschiedene Landwirtschaftsgruppen auf Sozialen Netzwerken angeschrieben und bei verschiedenen Verbänden und Landwirten, bei denen wir wussten das sie dringend Hilfe benötigen, angerufen.“, erzählt Herr Ripken im Telefonat. Mit Erfolg – „Die Resonanz war größtenteils sehr gut. Ein paar Landwirte waren jedoch zu Beginn etwas skeptisch, da sie befürchteten, dass viele der Helfer nach einigen Tagen Feldarbeit nicht mehr ganz so hilfsbereit sein könnten.“ Die anfängliche Skepsis konnte jedoch bei vielen überwunden werden und mittlerweile gibt es einige Stellenausschreibungen auf der Plattform.

Aktuell versucht das Team seine Reichweite zu erhöhen und wichtige PartnerInnen zu finden, um ihre Lösung weiter auszubauen. „Wir suchen auf der einen Seite Kooperationen, um mehr Landwirte zu erreichen. Wir freuen uns aber auch über das Teilen unserer Beiträge und Leute, die uns bei der Entwicklungsarbeit unterstützen.“ Für die langfristige Entwicklung überlegen sich die beiden Initiatoren gerade zudem, mit welchen anderen Hilfsprojekten sie sich in Zukunft zusammenschließen.

Falls Sie das Projekt als PartnerIn unterstützen möchten, können Sie sich gerne bei hans-georg@erntehelfer-gesucht.de melden.
Zudem freuen sich die beiden über jede helfende Hand bei der diesjährigen Ernte! Auf der Webseite können Sie sich als Erntehelfer registrieren. Auch Studierende und Schüler können sich hier ihr Taschengeld aufbessern.


Bericht: Selina Mann
Foto: Erntehelfer-gesucht

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