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Ton ab – Film läuft – Klappe!
25.03.2020

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Am Freitag, den 7. Februar 2020, traf sich die Regionalgruppe Karlsruhe, um gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen der ältesten deutschen Krimireihe „Tatort“ zu werfen. Anders als bei anderen Regionalgruppentreffen traf sich die Gruppe schon vor der geplanten Aktion um gemeinsam im „Karlsruher Hof“ zu essen. Im Anschluss daran machte sich die Truppe auf zum Drehort des Tatorts mit dem Arbeitstitel „Leiche im Keller“, wo die Gruppe bereits von der Produktionsleiterin, Maike Bodanowski, begrüßt wurde.

Frau Bodanowski teilte den Mitgliedern zunächst mit, wie sie zu diesem Drehort kamen: Eigentlich sollte der Tatort ursprünglich in der Nähe von Baden-Baden gedreht werden, jedoch fanden die Verantwortlichen keinen geeigneten Ort. Ein Beleuchter des SWR, der in Karlsruhe-Daxlanden wohnt, gab schließlich den entscheidenden Tipp. Man entschied sich dazu, den Ort des Verbrechens in Daxlanden zu drehen, obwohl der Tatort eigentlich im schwäbisch sprechenden Ostfildern spielt. Der Titel „Leiche im Keller“ wird momentan noch mit der ARD besprochen und abgestimmt, wie der Tatort tatsächlich heißen soll.

Nach der Einführung durch Frau Bodanowski ging es schließlich zum tatsächlichen Filmset, wo gerade eine Szene gedreht wurde. Zunächst wurde jede Sequenz in einer Trockenübung gespielt, später dann mit Kamera, Ton und Filmequipment. Dabei durften die Gäste einen Blick über die Schulter des Regisseurs werfen, der, trotz der Menge an Zuschauern, sehr professionell arbeitete. So bekamen die Mitglieder neben den Regieanweisungen auch die Probleme bei den Dreharbeiten mit. Herausforderungen brachte vor allem die Kälte mit sich: Bei der Szene fuhr das Ermittlerteam mit einem Auto ein, jedoch war die Autoheizung, die beim Start des Motors anging, auf den Aufnahmen deutlich hörbar. Um das Geräusch zu umgehen, entschloss man sich, den Wagen der Kommissare mit Muskelkraft hin und her zu schieben. Ein weiteres Problem verursachte ein Kabel, dass bis kurz vor Ende der Szene unentdeckt blieb – dementsprechend musste alles noch einmal von vorne gedreht werden.

Das Highlight des Drehtags war für die Gruppe das Gespräch mit Richy Müller, der einen der Tatortkommissare spielt. Er beantwortete Fragen rund um das Schauspielerdasein und verglich die Arbeit bei Film und Theater. Dieser persönliche Austausch war für alle sehr interessant und wird in den Köpfen immer mit Daxlanden und dem Tatort-Dreh verbunden bleiben. Leider konnte er keinen sachdienlichen Hinweis geben, wer der Täter ist, da er ja noch mitten in den Ermittlungen war.
Alles in allem erhielt die BesucherInnen einen einzigartigen Einblick in die Arbeit hinter einem Tatort-Dreh. Besonders beeindruckt waren sie von dem großen Aufwand, der hinter einem Filmdreh und den vielen Proben steckt.

Nach fast drei Stunden in der Kälte kehrten die Mitglieder noch einmal in den „Karlsruher Hof“ zurück, um sich dort bei einer Runde Tee und Kaffee aufzuwärmen.

Herzlichen Dank an unseren Regionalgruppenleiter Dominic Seeberg für die Organisation des interessanten Blicks hinter die Filmkulissen und für den Nachbericht.


Foto: SWR

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