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Alumni-Treffen des Fachbereichs Geographie
26.09.2019

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Ende August 2019 trafen sich 24 ehemalige Geographie-StudentInnen der Universität Mannheim bei hochsommerlichen Temperaturen zu einer Exkursion durch den Hockenheimer Rheinbogen.

Sie waren einer Einladung von Diplom-Geograph Thomas Kuppinger gefolgt, der diese zunächst über seinen Mail-Verteiler streute, der überwiegend Alumni der Physischen Geographie beinhaltete. Wie Netzwerken funktioniert, zeigte sich dann kurze Zeit später, als die Einladung doch weitere Kreise zog und auch zahlreiche ehemalige Studierende der Anthropogeographie erreichte, womit die schon zu Studienzeiten bekannte „klassische Trennung“ überwunden wurde.

So fand sich am Treffpunkt an der Rheinfrankenhalle in Altlußheim am frühen Nachmittag des 31. August eine bunte Mischung von AbsolventInnen beider Schwerpunkte, überwiegend aus dem näheren Umkreis, jedoch auch aus Potsdam, Leipzig und München ein. Mit dabei war auch ABSOLVENTUM-Mitarbeiterin und –Mitglied Ruth Ottenberg, die 1998 ihren Abschluss als Diplom-Geographin an der Universität Mannheim gemacht hatte, nur wenige Jahre, bevor der Geographie-Studiengang dort eingestellt wurde.

Jedes neue, aber zugleich auch oft „irgendwie“ bekannte Gesicht wurde mit großem Hallo begrüßt, wenngleich viele Namen erst wieder aufgefrischt und mancher Erinnerung auf die Sprünge geholfen werden musste.

Während der knapp dreistündigen Exkursion durch den Hockenheimer Rheinbogen erhielten die Geographen an verschiedenen Stopps viele Informationen über die dortige Natur- und Kulturlandschaft. Früher befand sich hier das ehemalige Überschwemmungsgebiet des Rheins, der, noch ungezähmt, mit zahlreichen Mäandern ständig seinen Verlauf verlegte. Mit der Rheinbegradigung durch Tulla im 19. Jahrhundert und dem damit verbundenen Bau von Hochwasserdämmen, änderte sich das Bild der Landschaft deutlich und ist heute geprägt von landwirtschaftlichen Flächen, Entwässerungsgräben, aber auch Bruch- und Auenwäldern.

Beim Durchwandern des alten Rheinverlaufs erfuhr die Gruppe zudem viel Wissenswertes über die Funktion der Entwässerungsgräben, die Bodenstruktur sowie über den Wandel der Anbauprodukte in der Landwirtschaft und deren Intensivierung bei gleichzeitigem Verlust der Artenvielfalt. Des Weiteren konnten Vogelschutzflächen, insbesondere für das rar gewordene Rebhuhn ausgemacht werden.

Thomas Kuppinger, der die Exkursion mit großem Engagement leitete, frischte dabei einiges Wissen aus dem Grundstudium auf und verdeutlichte es anhand von Schaubildern.

Während der Wanderung gab es reichlich Gelegenheit, mit alten Bekannten ins Gespräch zu kommen, aber auch mit Personen, die man während des Studiums zwar „mal gesehen“ hatte, aber mit denen man aufgrund der persönlichen Schwerpunkte innerhalb des Studiums keine großen Berührungspunkte gehabt hatte. Auch viele Erinnerungen an gemeinsame Vorlesungen und anstrengende Exkursionen bis hin zu ermüdenden Verkehrszählungen wurden wiedergeholt.

Trotz der großen Hitze hatten alle Gäste sehr viel Spaß, wenngleich sie nach drei Stunden Fußmarsch dann doch erleichtert waren, als der Ausgangspunkt an der Rheinfrankenhalle in Altlußheim wieder erreicht war.

Bei kühlen Getränken und leckerem Essen hatte die Gruppe noch genügend Zeit für weitere interessante Gespräche.

Bericht und Fotos: Ruth Ottenberg


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