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#successstory: Alexander Schwörer
27.08.2019

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Wir treffen Alexander Schwörer, ABSOLVENTUM-Mitglied und Peri Geschäftsführer, auf dem Q-Summit. Schnell wird klar, wie sehr er noch an der Uni Mannheim vernetzt ist: immer wieder kommen junge Studierende auf ihn zu und erkundigen sich, wie es ihm geht und was er aktuell macht. Auch im Interview wird deutlich, dass für ihn „Networking“ eine zentrale Rolle in seinem Leben spielt.

Was haben Sie damals an der Uni studiert?

Ich habe Kultur BWL mit Amerikanistik/ Anglistik studiert, wo man BWL mit einem Sprach- und Kulturwissenschaftlichen Schwerpunkt studieren konnte. Anders als der heutige Bachelor Kultur und Wirtschaft waren es damals zwei Drittel BWL und ein Drittel Sprache. Da es sich um einen Diplomstudiengang handelte, war ich insgesamt elf Semester an der Uni Mannheim.

Und wie ging es dann für Sie weiter?

Ich bin gleich nach der Zeugnisübergabe in mein Berufsleben gestartet. Zu dem Zeitpunkt meines Abschlusses gab es noch keine Absolventenfeiern. Stattdessen musste man sein Zeugnis im Studienbüro abholen und war danach befreit. Nachdem ich mein Zeugnis geholt habe, bin ich am Hauptbahnhof in den Zug gestiegen, um bei meinen Eltern den Koffer umzupacken. Am nächsten Tag bin ich nach Chicago geflogen, mit dem Ziel, den amerikanischen Markt für unser Familienunternehmen Peri weiter aufzubauen. Dazu muss ich sagen, dass ich immer wieder während meines Studiums gejobbt und viele Praktika gemacht habe. Außerdem war ich bei INTEGRA e.V., der studentischen Unternehmensberatung an der Uni Mannheim. Irgendwann hat mein Vater gefragt, was wir da eigentlich machen und sagte dann, dass er ein Projekt für uns hätte. Wir sind damals mit unserer Tochtergesellschaft in den USA auf keinen grünen Zweig gekommen und unsere Aufgabe im INTEGRA-Team war es, zu klären, warum es drüben nicht läuft. Deshalb haben wir in Zusammenarbeit mit dem Marketing-Lehrstuhl von Prof. Dr. Dichtl einen Fragebogen erstellt und sind damit nach Amerika, um dort über 200 Interviews mit verschiedenen Baufirmen zu führen. Wir kamen mit dem Ergebnis zurück, dass wir als Firma in den USA sehr schlecht aufgestellt waren. Das haben wir dann, damals noch auf Flipcharts, meinem Vater präsentiert. Der war total begeistert und sagte: „So jetzt dreht ihr den Laden mal um“. Daraufhin bin ich natürlich wieder zurück in die USA geflogen. Das heißt, dass ich damals in meinem sechsten Semester das Unternehmen PERI USA weiterentwickelt habe und immer wieder zwischen Mannheim und USA gependelt bin. Deshalb konnte ich direkt nach meinem Studium dort voll einsteigen und habe das dann von 1999 bis 2003 durchgezogen. Während dieser Zeit habe ich in Amerika zusätzlich einen MBA gemacht, obwohl mir in Deutschland alle davon abgeraten haben, da ich ja schon Diplom-Kaufmann war. Ich würde das aber jedem empfehlen und auch immer wieder so machen, da man dabei viel praktische Erfahrung sammeln kann. Im Jahre 2003 habe ich dann den internationalen Vertrieb und 2007 die Geschäftsführung übernommen, wo ich heute noch tätig bin.

Wie hat Sie dabei ABSOLVENTUM bzw. die Uni unterstützen können?

Ich bin von Anfang an ABSOLVENTUM-Mitglied. Ich habe Freude daran, mit Menschen aller Art umzugehen und einfach Dinge voneinander zu lernen. Im Jahre 2006 bin ich als Mentor im Mentoring-Programm eingestiegen. Mein Kontakt mit den Mentees hat sich nicht nur auf ein Abendessen zu zweit in einer dunklen Ecke im Lokal beschränkt. Ich versuche meine Mentees lieber richtig zu integrieren und umgekehrt haben sie das auch immer mit mir getan. Dadurch kannte ich auf einmal 30, 40 Leute, von denen dann schließlich ein paar auf mich zukamen, um mich zu bitten als Redner bei verschiedenen Vorträgen aufzutreten. Irgendwann kam das Dekanat BWL auf mich zu, um zu fragen ob ich nicht zusätzlich Lust hätte, auch Workshops an der Uni abzuhalten. Und heute bin ich hier in vielen verschiedenen Funktionen: ich bin auf dem Q-Summit, auf dem Mannheim Forum, ich bin Partner beim Dekanat für BWL, bin aktiv bei Enactus, bei ABSOLVENTUM, bei unterschiedlichsten Aktivitäten unterwegs und komme immer wieder gerne an die Uni zurück.

Was ist Ihr Erfolgskonzept in Bezug auf Ihre Arbeit?

Ein respektvoller Umgang miteinander ist sehr wichtig. Eine frühe Verantwortungsdelegation ebenso: Menschen Verantwortung geben, sie schaffen lassen, sich entwickeln lassen, Leute motivieren, begeistern und sie immer wieder abholen. Die Arbeit mit den Mitarbeitern ist immer ein zentraler Aspekt. Außerdem können wir uns vollkommen auf den Kunden konzentrieren, da wir ein Familienunternehmen sind und keine Aktionäre oder ähnliches haben, auf die wir zusätzlich achten müssen.

Und in Bezug auf Networking, haben Sie da irgendwelche Tipps für Studierende?

Immer offen auf jeden zugehen und mit jedem reden. Völlig egal, was die Person macht, keine Vorurteile haben. Das klappt bei ABSOLVENTUM gut und man lernt viele interessante Leute kennen. Man sollte versuchen, etwas zu lernen und selbst etwas zurückzugeben.

Was ist Ihr Plan für die Zukunft?

Für meinen Geschmack bin ich momentan zu sehr im „Klein“-Stress. Wir sind sehr stark gewachsen und dementsprechend momentan etwas unterstrukturiert im Management. Ich bin mir selbst zu wenig Unternehmer und zu viel Manager. Derzeit bin ich noch in zu vielen Meetings. Meetings sind am Anfang noch cool, aber auf Dauer lästig. Ich möchte wieder mehr Unternehmer sein: Ich möchte mit Kunden wieder vermehrt auf oberster Ebene in Kontakt treten, aber gleichzeitig auch Zeit haben auf Events wie Q-Summit zu gehen. Auf Veranstaltungen wie dieser haben wir die Chance, uns die besten Talente herauszufiltern und mit den besten Startups Kontakte zu knüpfen. Außerdem möchte ich mir wieder mehr Zeit nehmen, um auch die Talente in der eigenen Firma zu fördern. Ich möchte mich also so organisieren, dass ich wieder mehr Zeit für das Wesentliche habe.

Text: Selina Mann
Foto: Thomas Dashuber

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