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Besuch des Kakteenlands Steinfeld
29.04.2019

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Anfang April unternahmen die Mitglieder der Regionalgruppe Karlsruhe einen Ausflug in das Kakteenland in Steinfeld in der Pfalz. Dort wurden sie bereits von der Leiterin des Familienbetriebs, Dr. Kim Beisel, erwartet, die die Gruppe dann zusammen mit einer Mitarbeiterin durch die Farm geführt hat. Auf einer Fläche von ca. 7000 Quadratmetern konnten die Mitglieder über 1.000 Kakteenarten und Sukkulenten verschiedenster Arten begutachten. Unter anderem wurden im Rundgang auch Opuntien gezeigt, Feigenkakteen, deren Früchte roh verzehrt werden konnten.

Seine Ursprung hatte die Firma vor 40 Jahren als Zwischenhandel für Kakteen aus Teneriffa. Frau Dr. Beisels Vater, Karl Werner Beisel, der die Besucher im weiteren Verlauf der Führung auch noch begrüßte, hatte sein Hobby auf Teneriffa zum Beruf gemacht und eröffnete den Betrieb in Steinfeld. Mit immer mehr Kakteenarten und Züchtungen kam auch ein immer größerer Platzbedarf auf, so dass die Anlage mittlerweile drei große Gewächshäuser hat. Frau Dr. Beisel hat den Betrieb schließlich verifiziert: Sie hat zusätzlich das Deutsche Aloe Vera Zentrum gegründet, um die Aloe Vera Pflanze zu kultivieren und zu vermarkten. Auch diesen Bereich konnten die Mitglieder besichtigen, sich mit Aloe eincremen und den Saft der Pflanze verkosten, der an die 200 gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe besitzt.

Die Gruppe bekam zudem einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen in die betrieblichen Hintergründe, wie z. B. die Probleme der betriebswirtschaftlichen Bewertung von Pflanzen. Hier stellen sich Fragen, wie viel ein Sämling wert ist oder wie hoch ein Kaktus betriebswirtschaftlich angesetzt werden muss, wenn er über 100 Jahre alt ist. Und das bei Tausenden von Pflanzen, die auf der Farm stehen. Frau Dr. Beisel veranschaulichte den Mitgliedern auch, wie schnell ihre Existenz bedroht sein kann. Als letztes Jahr an Heiligabend die Heizung ausfiel, verbrachte sie besinnliche Weihnachten im Heizungskeller, um die Anlage irgendwie auf acht Grad zu heizen, was dann auch gelang. Bei Temperaturen unter acht Grad wären die Pflanzen eingegangen, insbesondere die Euphorbien und Aloe Vera. Im letzten Sommer war es genau umgekehrt: Nach einem Sommergewitter fiel nach einem Stromausfall die Lüftung aus, so dass folglich die Sämlinge sowie andere Pflanzen bei etwa 60 Grad kochten und eingingen.

Eine Rarität des Hauses ist der Korkenzieherkaktus, der nur hier gezüchtet wird und als Mutterpflanze in Steinfeld steht. Mit ihm werden international die Märkte bis nach Japan oder China beliefert. Kakteen, deren Samen und Pflanzenteile stehen grundsätzlich unter Naturschutz, so dass diese nur aus Zucht verkauft werden können und die entsprechenden Papiere mitgeführt werden müssen.

Aus garantierter Zucht wurden der Gruppe die Kakteen anschließend auch in der Kaktus-Küche, die dem Betrieb angegliedert ist, auf dem Teller serviert, ein schöner Abschluss des interessanten Vormittags.

Wir danken unserem Regionalgruppenleiter Dominic Seeberg für die Organisation der gelungenen Veranstaltung und den Nachbericht. Herzlichen Dank auch an Heike Weber und Stefanie Hofheinz, die uns die Fotos zur Verfügung gestellt haben.

Falls auch Sie uns einen Bericht oder Bilder einer Regionalgruppen-Veranstaltung zukommen lassen möchten, freuen wir uns sehr. Bei Fragen ist Sibylle Runz Ihre Ansprechpartnerin. Sie erreichen sie telefonisch unter 0621/181-1057 oder per E-Mail unter sibylle.runz@absolventum.uni-mannheim.de.





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