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Zu Besuch bei den Highland Cattles
18.09.2018

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Mitte September trafen sich die Mitglieder der Regionalgruppe Karlsruhe, um sich gemeinsam in Baden-Baden Geroldsau den Bio-Betrieb der Familie Baumann anzusehen. Christine und Axel Baumann halten und züchten seit 28 Jahren Schottische Hochlandrinder, die Highland Cattles. Ursprünglich als Hobby gedacht, trägt sich der Betrieb mittlerweile selbst und ist mit allen erforderlichen Landmaschinen ausgestattet.

Nach einer etwas abenteuerlichen Anfahrt erfolgte die erste Begegnung mit den zotteligen Rindern. Auf Frau Baumanns Pfiff hin kamen kräftige Muskelpakete mit knapp 800 Kilo angerannt, in der Hoffnung – wie sonst auch – gebürstet zu werden und musterten die Besucher in aller Ruhe. Nach einer Weile, nachdem die Streicheleinheiten verebbten, haben sie sich wieder ans Fressen begeben

Frau Baumann ist zuständig für die Betreuung der Mutterkuhherden und die Vermarktung und Zähmung der jungen Wilden. Zudem managt sie auch noch die Fleischvermarktung. Die Mutterkühe werden weder gemolken, noch werden die Kälber von ihnen getrennt. Die von der Kuh erzeugte Milch steht in vollem Umfang ihrem Kalb zur Verfügung. Die robusten Hochlandrinder sind ganzjährig auf den Weiden, dennoch haben die Halter ihnen einige Unterstände gebaut. Als Futter stehen in den Sommermonaten das frische Gras von 100 ha Weideland rund um Geroldsau zur Verfügung und in den Wintermonaten wird das im Sommer selbst erzeugte Heu der restlichen Flächen verfüttert, das Schottische Hochlandrind braucht keinerlei Zusatzfutter, keine Hormone oder mit Kraftfutter versetzte Nahrung.

Die Jungbullen werden nach ca. 2 Jahren aus der Herde genommen und vermarktet, es sei denn, dass sie besondere Eigenschaften zeigen, die weiter gegeben werden sollten. Die weiblichen Tiere bleiben der Regel 8 – 10 Jahre und länger, bis dann auch sie geschlachtet werden. Familie Baumann legt größten Wert auf eine natürlich gesunde und artgerechte Haltung ihrer sanften Riesen. Die sehr tierschutzkonforme Tötung der Tiere erfolgt per Kugelschuss auf der Weide. Dies ist nur bei Tieren aus ganzjähriger Weidehaltung zulässig und bedingt eine spürbar bessere Fleischqualität, da die Tiere somit keinerlei Schlachtstress haben. Kein Einfangen, keine unnötigen und langen Tiertransporte. Denn kurze Zeit nach der Tötung nimmt der Frontlader das Tier an den Haken und fährt es zum Schlachthaus, das auf dem Hof integriert ist, um es auszunehmen. Nach der Zerteilung hängen dann die zwei Karkassenhälften für knapp 8 Tage im Kühlraum, um abzuhängen und anschließend zum Metzger zu kommen, der die verschiedenen Schnitte setzt und das fertige Fleisch zurückbringt. Es wird im Hofladen der Geroldsauer Mühle verkauft und ist ein wahrer Genuss, denn es sind keine mit Hormonen vollgestopfte Tiere, was sich folglich auch auf die Brateigenschaften überträgt.

Nach so vielen Informationen hatten die Gruppe dann das Glück, frischgepressten Apfelsaft direkt aus der Presse zu trinken und sich anschließend dem Hühnermobil zuzuwenden. der von Agrarökonomin entwickelte mobile Hühnerstall macht die Hühner glücklich, da sie flexibel auf unterschiedlichen Weiden gebracht werden können. Die frisch gelegten Eier werden im Betrieb bestempelt und an die Geroldsauer Mühle verkauft.

Nach den sehr interessanten Eindrücken und der hungrig machenden Landluft kehrten die Mitglieder im Gasthof Auerhahn ein, um die Erlebnisse bei einem exzellenten Essen Revue passieren zu lassen.

Wir danken unserem Regionalgruppenleiter Dominic Seeberg für die Organisation der gelungenen Veranstaltung und den Nachbericht. Herzlichen Dank auch an Harald Ruziczka, der uns die Foto-Impressionen zur Verfügung gestellt hat.

Falls auch Sie uns einen Bericht oder Bilder einer Regionalgruppen-Veranstaltung zukommen lassen möchten, freuen wir uns sehr. Bei Fragen ist Sibylle Runz Ihre Ansprechpartnerin. Sie erreichen sie telefonisch unter 0621/181-1057 oder per E-Mail unter sibylle.runz@absolventum.uni-mannheim.de.


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