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Besuch des Rudi & Willi Altig Radstadions
28.06.2018

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Am 21. Juni besuchte die Regionalgruppe Rhein-Neckar das Rudi & Willi Altig Radstadion. Mitglied Hannes Walter (auf dem Bild mit Willi Altig zu sehen), Radrennfahrer beim RRC Endspurt, lud ABSOLVENTUM zum Besuch des Traditionsverein ein.






Die 83-jährige Radlegende Willi Altig führte die Gruppe über das Vereinsgelände des RRC Endspurt 1924 Mannheim e.V. und erzählte von alten Zeiten. Er war von 1960 bis 1967 Profirennfahrer und wurde fünfmal deutscher Meister, gewann die Schlussetappe des ‚Giro d’Italia‘ und nahm an der ‚Tour de France‘ teil. In den 1950er Jahren war er als Zweierteam und im Bahnvierer mit seinem Bruder Rudi Altig eine Attraktion auf den Radrennbahnen Deutschlands.

In Mannheim geboren, flüchtete er mit seiner Familie während des Krieges aufs Land. Nach dem Krieg kam er dann als Jugendlicher wegen einer Lehrstelle bei Daimler zurück nach Mannheim und damit auch zum Radsport: „Als wir nach Mannheim kamen, haben wir am Anfang in einer Ruine in der Oststadt gewohnt. Wenn es regnete, mussten wir Schirme aufspannen, um nicht nass zu werden.“ Das Verhältnis der beiden Brüder war ein ganz besonderes: „Das lag auch an der Nachkriegszeit damals und den ärmlichen Verhältnissen, in denen wir aufgewachsen sind. Das schweißt zusammen.“

Die Brüder trainierten nicht nur zusammen, sondern fuhren auch gemeinsam Rennen: „Zwischen mir und meinem Bruder gab es keine Konkurrenz. Im Gegenteil: Wir haben oft kurz vor der Ziellinie ausdiskutiert wer gewinnen sollte, weil wir immer wollten, dass der jeweils andere gewinnt.“





Auf die Frage, ob er in seiner Radkarriere schlimme Verletzungen erlitten habe, antwortet Willi Altig ganz pragmatisch: „Wer noch nicht vom Rad gefallen ist, hat noch nicht seine Grenzen kennen gelernt.“ Trotz des aufregenden Lebens von einem sehr gut bezahlten, internationalen Rennen zum nächsten, die körperliche und psychische Dauerbelastung setzt der Rennfahrerkarriere nach kurzer und intensiver Zeit ein Ende: „Ich vergleiche das Radfahren gern mit der allerliebsten Leibspeise: Wenn man jeden Tag dasselbe isst, hat man auch das Leckerste irgendwann über.“

Die ABSOLVENTUM-Mitglieder stellten Willi Altig noch viele Fragen, die er alle geduldig und in Mannheimer-Manier gewohnt entspannt beantwortete. Zum Ausklang des Besuchs gab bei kalten Getränken das Bahnradtraining des Vereins zu beobachten und es konnte noch das ein oder andere mit Endspurt-Mitgliedern besprochen werden.





Wer gerne etwas Radsportluft schnuppern möchte, den lädt der RRC Endspurt herzlich dazu ein, am 8. Juli 2018 zum internationalen Gebrüder Altig Grand-Prix im Rudi & Willi Altig Radstadion Mannheim zu kommen: Zur Facebookveranstaltung

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den OrganisatorInnen des RRC Endspurts und bei Willi Altig für die Führung.



Juliane Koch

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